Barga – Mitglied im Verein der schönsten Orte Italiens

Die mit ihren rund 10.000 Einwohnern als Kleinstadt zu bezeichnende Gemeinde Barga nimmt den zentralen östlichen Bereich der italienischen Provinz Lucca ein. Lucca selbst liegt im nordwestlichen Bereich der Toskana. In der für diese Region typischen hügeligen bis bergigen Landschaft befindet sich Barga etwa 40 Kilometer östlich von der ans Tyrrhenischen Meer grenzenden Stadt Carrara. Diese ist vor allem durch ihre Marmorsteinbrüche weltweit bekannt geworden. Weitere nennenswerte Städte in der Umgebung Bargas sind die südlich von ihr gelegenen Provinzhauptstädte Lucca und Pistoia sowie der Thermalkurort Montecatini Terme. So befindet sich Barga relativ weit entfernt von touristischen Hochburgen wie Florenz oder Pisa. Um Touristen auf seine exponierte Lage und historischen Sehenswürdigkeiten verstärkt aufmerksam machen zu können, ist Barga Mitglied der privaten Vereinigung „I borghi più belli d’Italia“ – auf Deutsch „Die schönsten Orte Italiens“ geworden.

Die zwei charakteristischen Seiten der Stadt

Barga Altstadt
Barga: Altstadt

Touristen, die heute Barga besuchen, schätzen die eine Fläche von 66 km² einnehmende Stadt einerseits wegen der sie umgebenden gebirgigen Landschaft der Garfagnana. Hier, wo Pinien, Edelkastanien und Eichen das Landschaftsbild mitbestimmen, verteilen sich die insgesamt elf Ortsteile Bragas beiderseits des Flusses Serchio. Abseits vom Massentourismus und umgeben von einer größtenteils unberührt gebliebenen natürlichen Schönheit führen von Barga aus zahlreiche Naturwanderwege durch Wälder, Weinberge und Felder.

Andererseits stellt sich Barga selbst mit einem mittelalterlichen Stadtkern vor. Dieser wird zum Teil noch von einer alten Stadtmauer begrenzt und besteht aus einem Gewirr romantischer Gassen, die den erhöht platzierten Dom umgeben. Zu erwähnen bleibt eine enge kulturelle Verbindung der Stadt zu Schottland, die ihr den Beinamen der „schottischsten Stadt Italiens“ eingebracht hat. Dies ist darin begründet, dass im 19. Jahrhundert viele Einwohner die Stadt Richtung Schottland verließen, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen.

Bargas Sehenswürdigkeiten

Dom San Cristoforo in Barga
Dom San Cristoforo

Zu ihnen gehört der bereits erwähnte Dom San Cristoforo, der im romanischen Stil über mehrere Jahrhunderte erbaut und erst im 16. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Der überwiegend aus weißem Marmor auf einem Burgberg erbaute Dom besticht mit seiner dominanten Westfront und seinem quadratischen, zinnenbewehrten Turm. In seiner Nähe befindet sich das Museo Civico, in dem viel Interessantes über die Geschichte des Serchio-Tals zu erfahren ist. Nicht weit davon lädt der Parco Fratelli Kennedy zu einem Spaziergang ein, bei dem ein steingemauertes Aquädukt aus dem 15. Jahrhundert zu bestaunen ist.

Einen kulturellen Ruf hat sich Barga mit dem seit 1967 jährlich durchgeführten Opernfestival geschaffen, auf dem vor allem selten aufgeführte Barockopern dem Publikum vorgestellt werden.

 

© „Barga“ von hp schaefer www.reserv-a-rt.deEigenes Werk, [CC BY 3.0] über Wikimedia Commons
© „Barga, Altstadt“ von Hpschaefer www.reserv-a-rt.de – Eigenes Werk, lizenziert unter [CC BY 3.0] über Wikimedia Commons
© „Dom San Cristoforo“ von Ymblanter – Eigenes Werk, [CC BY 3.0] über Wikimedia Commons