Heilsames Badevergnügen in Satúrnia

Das italienische Städtchen Satúrnia liegt in der südöstlichen Toskana. Aus dem Tuff des ehemaligen Vulkans Monte Amiata, mit einer Höhe von 1743 Metern der höchste Berg der Region, erheben sich auf seiner Südseite hohe Felsen, auf denen die schönsten und interessantesten Städte der Etrusker erbaut wurden. Satúrnia, auf einem Plateau aus Travertin gelegen, zählt dabei zu den eher bescheidenen Ortschaften. Touristen besuchen den Ort vor allem wegen der berühmten Thermen, die ganz in der Nähe liegen. Der Cascate del Mulino bietet in seinen Sinterterrassen ein Badevergnügen, das bei diversen Leiden sogar heilsame Wirkung verspricht.

Saturnia
Thermalbad in Saturnia

Das Ortsbild von Satúrnia macht heute aber eher einen verschlafenen, aber sehr freundlichen Eindruck. Aber es ist gerade diese Ruhe, die viele Besucher anlockt, die sich von ihrem stressigen Alltag hier erholen möchten. Auf dem Hauptplatz bieten große Kastanienbäume ausreichend Schatten, der die Einheimischen und Gäste vor der Hitze des Sommers schützt. Zu den Sehenswürdigkeiten von Satúrnia zählt der Torbogen der Porta Romana. Er ist das Eingangstor zur Via Clodia, die aus der Römerzeit stammt. Der mit Steinplatten gepflasterte Weg führt hinab zur Therme Cascate del Mulino.

Wer das 37,7 Grad warme schwefelhaltige Thermalwasser unter dem freien Himmel der Toscana genießen möchte, muss keinen Eintritt bezahlen. Daneben gibt es ein Hotel, das seinen Gästen einen Gesundheits- und Schönheitsparkt bietet. Der hoteleigene Pool wird ebenfalls von der Schwefeltherme gespeist.

Ein beliebtes Ausflugsziel sind die Necrópoli di Piàn di Palma. Der Marsch zu den in einem Wald gelegenen Gräbern dauert rund zwei Stunden. Dort stammen die ältesten Grabstätten aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. Die Gräber sehen unterschiedlich aus, manche sind durch einen Stützpfeiler in zwei Teile geteilt. Daneben gibt es auch einige Plattengräber und sogenannte Tumuli.

 

© „Saturnia“ von trolvag, [CC BY-SA 3.0] über Wikimedia Commons
© Thermalbad in Saturnia von evondue | Pixabay